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Die Britisch-Kurzhaar (BKH) Da liegt er wohlig schnurrend auf meinem
Schreibtisch. Zwischen mir und der Tastatur blickt er mit seinen großen
bernsteinfarbenen Augen tief in meine Seele. Und wir verstehen uns ohne
Worte. Während ich versuche, mit der rechten Hand ein paar Buchstaben
zu tippen, schließt er seine Augen und drückt und reibt seinen
Kopf schnurrend an meinem Unterarm. Die Bewegung an meiner Mouse veranlasst
ihn, seine Hinterpfoten weit auszustrecken mit der Einladung, seinen Bauch
zu kraulen. Heute gehört die Britisch-Kurzhaar Katze
(Abgekürzt: BKH) wohl zu den beliebtesten Wohnungskatzen, und die
Werbung für Katzenfutter hat einen zusätzlichen Schub in der
Bekanntheit dieser Rasse gegeben. Die BKH zeichnet sich durch einen angenehmen,
sanften Charakter aus, zeigt sich recht gemütlich und überaus
intelligent. Sie ist friedlich und ruhig, aber kein Langweiler, sie spielt
und tobt sehr gerne mit ihren zwei- und vierbeinigen Kumpanen und lässt
sich gut mit anderen Tieren vergesellschaften. Aber das interessiert Danilo, seines Zeichens großer internationaler Champion, alles nicht, weil er nun lang ausgestreckt vor mir liegt und die Bürste genießt, eine sehr grobe Bürste, die mehr massiert als dass sie der Unterwolle etwas anhaben kann. Khan, der Danilo in nichts nachsteht und mit seinen 18 Monaten in der Farbe Chocolate eine schnelle Kariere durchlief, sitzt neben mir auf dem Schreibtischstuhl meiner Frau und wartet geduldig. Und beide lieben die Bürste, wenn sie gestriegelt werden. Während des Haarwechsels können spezielle
Bürsten oder Metallstriegel gute Dienste leisten. Aber Vorsicht,
durch übermäßigen Eifer kann man auch dem Fell Schaden
zufügen. Elmo (ein blauer Kater bei einer Krefelder Familie) wurde 2 Hörtests unterzogen, weil nicht die geringste Reaktion sichtbar war, wenn man ihn im Garten rief. Beide Tests bestätigtem ihm ein hervorragendes Gehöhr. Joleen kommt mit großem Gemautze angetigert, wenn ich sie rufe und kann mich im gleichen Moment völlig ignorieren, wenn ihr etwas nicht passt. Die Briten beeindrucken mit einem mittelgroßen
bis großen, muskulösen Körper und einer breiten Brust.
Schulter und Rücken sind massiv und gedrungen. Alles wohlproportioniert. Danilo, der gerade noch völlig entspannt vor mir
liegt, hat meine Gedanken erfasst und will aufstehen. Ich halte ihn sanft
fest, denn es ist schon wieder eine Woche her, wo ich mir die Ohren angesehen
habe. Man sollte sie nur säubern wenn sie tatsächlich schmutzig
sind. Das kommt zwar so gut wie nie vor, aber eine laufende Kontrolle
reduziert natürlich Überraschungen. Bei ihm kann ich Wattestäbchen
zum Reinigen nehmen, er hält ganz still. Bei manchen Anderen nehme
ich doch lieber ein geeignetes Reinigungsmittel, träufle einige Tropfen
ins Ohr, massiere es leicht und entferne den Schmutz mit einem weichen
Lappen. Khan, der sich optisch im 12. Katzenhimmel befand, steht schon längst auf dem frei gewordenen Platz zwischen mir und der Tastatur, streckt sich, reckt sich und signalisiert „Bürste“. Für die meisten Katzenliebhaber ist es verwirrend, wenn einmal von Kartäusern und dann von Britisch Kurzhaar Katzen (BKH) geschrieben wird, z. B. in Anzeigen Kartäuser/ BKH. Mit Kartäuser ist hier die Britisch Kurzhaarkatze in Blau gemeint, weil viele sich unter Kartäuser diese Katze vorstellen. Tatsächlich wurde um 1930 in Frankreich mit der Zucht der Chartreux begonnen, die ins Deutsche übersetzt Kartäuser heißt. Sie ist schlanker, hat einen trapezförmigen Kopf und mittelgroße Ohren und wird nur in Blau gezüchtet. Sie ist vornehmlich verbreitet in Frankreich, Schweiz und Belgien. Einer der großen Katzenzucht- Dachverbände (FIFe) (viele Katzenvereine organisieren sich in Dachverbände) hat die Festlegung getroffen und den britischen Kartäuser "Britisch Kurzhaar blau" genannt. Vom züchterischen Verständnis her ist dieses natürlich richtig, aber traditionelle Entwicklungen können mit einen Schriftstück nur schwer beseitigt werden. Danilo weiß, dass er ist durch und durch blau ist,
über Generationen rein blau, darauf ist er stolz und dementsprechend
benimmt er sich auch. Zwischenzeitlich putzt er sein Fell bereits über
15 Minuten, als wie: „Mein Gott, was hat Mensch alles wieder durcheinander
gemacht“. Khan braucht nicht allzu lange, die Bürste und der Bauch ist sowieso tabu. Wenn es ihm unangenehm wird, zwickt er immer in die Finger, wobei es eher ein schmerzloses Andeuten ist „ich will nicht mehr“. Typische BKH’s beißen und kratzen nicht. Immer wieder wird mir bestätigt, dass sie scheinbar gar keine Krallen haben, obwohl man sie bei einigen schon mal schneiden muss. In einer absoluten Paniksituation, da gehört aber schon einiges dazu, kann allerdings schon mal was passieren. Aber dann kann das Kätzchen bestimmt nichts dafür, und solche Situationen kommen ja so gut wie nie vor. Zwischenzeitlich habe ich eine Zahnbürste herausgeholt und bürste sein Kinn , eine kleine Problemstelle mit Mitessern. Aber jetzt beginnt Khans Lieblingspiel: Mausfangen am Bildschirm, oder er fängt die Buchstaben, die er selbst durch sein Herumspringen auf der Tastatur schreibt. |
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| Viele Generationen haben ein großartiges, liebevolles Kätzchen durch züchterische Auslese entstehen lassen, das sich aber nur in ein grobes Schema pressen lässt, denn jede Katze hat dennoch einen anderen Charakter. Der Charakter wird genau so vererbt wie das äußere Erscheinungsbild und zusätzlich geformt durch die Umwelt, die Aufzucht in den ersten 3 Monaten und ihre Haltung. | ||||||
Daher ist es auch für einen neuen Katzenbesitzer enorm wichtig, sich das Umfeld seines zukünftigen Hausgenossen anzusehen, ob als Jungtier beim Züchter oder bei der Suche nach einer älteren Katze. Und daher sollte man sich viel Zeit bei und mit einem Züchter nehmen, das richtige Kätzchen zu finden, denn schon innerhalb eines Wurfes entwickeln sich die unterschiedlichsten Charaktere. Da kann ein Züchter viel Hilfe geben, den richtigen Deckel zu finden. Unsere Katzen haben ebenfalls einen Anspruch und sind keine Ware, die über den Thekentisch geht, und man sollte einem Züchter dankbar sein, wenn er auch mal sagt, dass nichts Passendes dabei ist. Wer sich für eine Katze interessiert, sollte sich umschauen und nicht das erste niedliche Kätzchen nehmen. Also nur mit resoluter Begleitperson. Oder sich auf einer Katzenausstellung umschauen. Züchter reden gerne über ihre Kätzchen und verraten viel. |
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Die Britisch-Kurzhaar blau, Kartäuser Die Blauen mit dem sanftmütigen Wesen sind
wahrscheinlich die beliebtesten Britisch-Kurzhaar überhaupt. Sie
zeichnen sich durch ein dichtes mittel- bis hellblaues Fell aus, das extrem
plüschig ist. Blau bei einem Katzenfell heißt natürlich
nicht Himmelblau, sondern eher ein mittleres Graublau. Nasenspiegel und
Sohlenballen sind ebenfalls blau, die Augen leuchtend kupfer- oder orangefarben. |
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Gr. Int.
Champion Danilo von Stepenitztal Schlußbemerkung der Jury auf einer Ausstellung im Juni 03 "Kater völlig relaxt". Danilo ist durch und durch blau (BB-dd). Ein muskulöser athletischer Typ von guter mittlerer Größe. |
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Die Britisch-Kurzhaar BKH (einfarbig) Die Blauen sind eine Farbvarietät der BKH. Zwischenzeitlich wurden viele Farben anerkannt und weitere Farben werden den Grundfarben Schwarz, Chocolate, Rot, und deren Verdünnung Blau, Lilac und Creme, sowie Silber und Weiß zukünftig folgen. |
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E.C. Khan
von Waltenberg geb. 30.03.2002, chocolate (trägt Verdünnung, also bb-Dd) |
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Die BKH Bicolour (zweifarbig) Der Standard der F.I.Fe fordert nur, dass eine der Farben Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Rot und Creme und die partielle Weißfärbung in harmonischen, deutlich abgegrenzten Flecken und Weiß auftreten. Nicht mehr als zwei Drittel und nicht weniger als die Hälfte des Felles sollen farbig sein, der Rest ist weiß. Eine Blesse ist erwünscht. Das ursprüngliche Idealbild beschreibt die
Holländerzeichnung der Kaninchen und wird heute noch gerne gesehen.
Die obere Hälfte des Kopfes ist farbig, die Unterseite weiß.
Ein umgekehrtes V im Gesicht sollte sich bis in die Stirn ziehen. Die
Augen liegen im Farbbereich. Der Rücken, die Flanken und der Schwanz
sind farbig, Die Unterseite des Körpers sollte weiß sein, wobei
sich das Weiß möglichst ohne Farbflecken vom Hals, von der
Brust und den Vorderbeinen über den Bauch bis hin zu den Hinterbeinen
hinzieht. Die Farbe des Kopfes und des Rückens werden durch einen
deutlich sichtbaren weißen Ring getrennt, der sich von den Vorderbeinen
über die Schulterblätter zieht. An den Flanken sollte das Weiß
bei einem stehenden Tier sichbar sein. Jegliche Tabbyzeichnung, Pigmentflecken
auf dem Nasenspiegel sind Fehler. Ein weißer Rückenfleck gilt
als leichter Fehler. Toleriert werden können Farbflecken im Weißbereich
des Gesichtes, Flecken an den Beinen. Die erste Anerkennung dieser Varitätengruppe
erfolgte 1966. |
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Unsere Alin, lilac weiß |
Kitten von Alin |
Dasy vom Flöhtbach | ||||
Die BKH- Schildpatt mit Weiß (Tri-Colour, Tortie mit Weiß, Glückskatze) Die Schildpatt-Weiße umfaßt die Farben; -schwarze und rote Flecken auf weißem Grund, -chocolate und rote Flecken auf weißen Grund und mit der jeweiligen Verdünnung -blaue und creme Flecken auf weißem Grund, sowie lilac und creme Flecken auf weißem Grund. Die Besonderheit in dieser Varietät ist, dass es im Normalfall keine Schildpatt-Kater gibt. Eine an sein Idealbild kommende Schildpatt-Weiße in einem Wurf zu haben ist schon ein großer Glücksfall. Der Standard entspricht den Forderungen zu Bicolour, wobei der Farbbereich die beiden Farben gleichmäßig harmonisch aufweisen soll. Weiß auf dem Rücken ist wünschenswert. Die Schildpatt-Weiße wird in einigen Verbänden auch als Calico bezeichnet. |
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Unsere Butty eine Schildpatt mit Weiß, mit gut abgegrenzten Farbbereichen Butty trägt Verdünnung, also B_-Dd und ggf. zu 25 % chocolate. |
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Die BKH Tabbies |
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| Eighty mit einem umfangreichen Genpool. Schwarz, Rot, Silber, Verdünnung und Chocolatetäger. Unser kleines Multitalent. | Unsere Diamond mit einer schönen Blotchedzeichnung. Wir unterscheiden hier die Marmorierung und die Räderung. | |||||
Die Tigerung stellt den Wildtyp
dar. Die Stromung ist eine fleckenförmige Verbreitung der Tigerung.
Die Tupfung ist eine aufgerissene Tigerung. Hierbei ist noch nicht eindeutig
bestimmt, ob es sich bei Tabbys um einen Drei-Allele-Locus oder mit getupft
um ein Vier-Allele Locus handelt. Nach meinen Beobachtungen halte ich
z. Zt. das Letztere zutreffender. Man darf aber auch nicht außer
acht lassen, dass es sich möglicherweise um 3 Genorte handelt (Hypothese
von Dr. H. Lorimer): |
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| Die Zeichnungsfarbe (z.B. des Tigerstreifens) entspricht der Farbe des Tieres, z. B. Schwarz, Chocolate, Blau, Lilac usw. Die Körpergrundfarbe (zwischen den Zeichnungen, Agoutibereich) ist ein warmer goldbrauner Ton, der durch selektive Begünstigung der blassen grauen Tönung, des Wildtyps entstand. | ![]() |
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In den verschiedenen Vereinen kommen unterschiedliche Bezeichnungen zustande. Stella kommt aus der DRU und ist braun gestromt getigert. |
Unsere Stella, eine Black Tabby getigert. Da die Tigerung leicht aufgerissen ist, sollte sie sich eigentlich Getupft nennen. | |||||
Im Idealfall besteht ein starker Kontrast zwischen der Zeichnungsfarbe und der Körperfarbe. Dabei sollte die Zeichnungsfarbe möglichst weit bis zum Haargrund gehen, was nicht so einfach ist, insbesondere unter dem Einfluß des Silbers (Als Supressorgen). Claire und Vladi zeigen eine perfekte Zeichnungsfarbe, und Claire's Nachwuchs hat hierzu gute Voraussetzungen. |
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Unsere Claire, Silbertabby spotted, mit Nachwuchs | |||||
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Unserer Vladi, ein chocolate Silbertabby spotted. Achtet man auf die Anordnung der Tupfen, erkennt man den blotched Hintergrund. Eigentlich ist dieses ja ein genotypisches Merkmal. Aber bleiben wir beim Phänotyp, also Spotted und trägt Blotched. |
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Zwischen der Zeichnung im Agoutibereich ist jedes Haar in sich gebändert. Der helle Haargrund geht in einen dunklen Bereich über, dann abgegrenzt das gelblich braune Agouti-Band und davon abgesetzt die dunkle Haarspitze. Durch die Einwirkung von Silber tritt anstelle des goldbraunen Tones das Siber. Dabei verschiebt sich die Bandbreite und durch selektive Zucht entstanden die Shaded-Silber und weiter die Chincillas (Chincillas sind fast vollständig silber, nur an den Haarspitzen (tipping) besitzen sie Farbe. Durch Ausfall des Silbers bei diesen Farben (Shaded, Chincilla) in Verbindung mit der Bandbreite (Widebanded= poligene Komb. durch selektive Zucht) entstanden die Goldenen in dem das Silber wieder goldbraun wird. |
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| Mit einer Goldenen können wir nicht aufwarten. Ihre Augenfarbe muss wie auch bei den Shadeds und Chincillas grün sein. Und hier unterscheidet sich unsere Zuchtrichtung bei den orangen Augen zu anderen Züchtern, die durch intensive selektive Zucht in grüne Augen, ein mehr als schwieriges Gebiet, hervorragende Erfolge erzielen. Leider gibt es aber bei der Bestimmung der Goldenen zur Zeit noch sehr viel Unwissenheit und so manche Katze wird als Golden bestimmt, obwohl sie weit davon entfernt ist. | ||||||
| Andere Hinweise auf die Tabbys sind roter oder rosa Nasenspiegel mit schwarzer (fellfarbener) Umrandung, dunkle Fußballen, dunkle Augenumrandung und ein sogenannter Aalstrich auf dem Rücken. Das helle bis weiße Kinn wird ungern gesehen, obwohl gerade dieses Merkmal Tabbytypisch ist. Einer Legende zufolge steht die Zeichnung auf der Stirn der Tabbys, dem Buchstaben M (auf dem Kopf) für den Propheten Mohammed. Der "Daumenabdruck" oder Wildfleck auf der Rückseite der Ohren, soll bei der Gestromten der Abdruck von Mohammeds Hand sein, der zurückblieb, als er seine geliebte Katze streichelte. | ||||||
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