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  Unsere Zuchtgeschichte, Praxis und Rückblick.  
 
Das Flöthbach-Handbuch pdf.Datei 144 kB Stand: 01.01.2005
Ich habe diesen Leitfaden unserer Flöthbach-Kätzchen aus verschiedenen Gründen geschrieben. Ein wichtiger Grund war, dass ich schon oft im Gespräch wichtige Dinge vergessen habe zu erzählen. Manches ist im täglichen Alltag für mich so selbstverständlich und gerade hier passiert es dann. Aber auch habe ich festgestellt, dass in der Freude auf das kleine Kätzchen vieles verloren geht und hier möchte ich eine kleine Erinnerungsbrücke an unsere Gespräche bauen. Wir wollen doch alle nur, dass es unseren kleinen Lieblingen gut gehen soll.
 
Gesundheit unserer Kätzchen

Es ist eines meiner wichtigsten Anliegen, dass meine Kätzchen gesund sind und einen guten Charakter haben. Daher ist für mich auch der alte Züchtergrundsatz „ Nur die Stärksten und Gesündesten dürfen für die Zucht eingesetzt werden“ eine ganz wichtige Arbeitsweise. Lieber verzichte ich auf eine schöne Farbe oder Muster und ziehe dafür ein kräftiges Tier mit einem guten Immunsystem vor. Natürlich kann ich in meine Lieblinge nicht reinschauen, daher ist die sorgfältige Beobachtung meiner Katzen, der Vorfahren und der Nachkommen, die ständige Kontrolle durch meine Tierärzte und die medizinischen Untersuchungen nach dem Stand der veterinärmedizinischen Wissenschaft, für mich etwas sehr wichtiges. Aber andererseits ich werde meine Kätzchen nicht voll pumpen mit irgendeinen Impfstoffen oder Medikamenten gegen etwas, was irgendeine Katzenzeitschrift als Panikmeldung und Titelblatt-Aufreißer gebracht hat. Ich tue es mit mir selber auch nicht und ich lebe noch. Es ist etwas sehr wichtiges, der richtige, sorgfälltige und gewissenhalfte Einsatz von Medikamenten.
So lehne ich auch die hormongesteuerte Zuchtpraxis völlig ab, wie sie gerne hier in Deutschland und Nachbarländern parktiziert wird. Das hat nichts mit Zucht und seiner Entwicklung zu tun.
Allerdings scheue ich mich nicht, sobald die med. Wissenschaft neue Wege zur Gesundheit unserer Kätzchen entwickelt, diese aufzugreifen. So habe ich auch sofort bei allen meinen Tieren einen PKD1-DNA-Gentest machen lassen, nachdem er seit Frühjahr 2005 hier in Deutschland möglich ist, damit diese sehr schlimme vererbbare Nierenerkrankung durch diese Mutation nicht von meinen Kätzchen weitergetragen wird.

Es wird zur Zeit viel von der schlimmen, vererbbaren Herzerkrankung HCM gesprochen. Ich habe mich schon sehr früh damit beschäftigt und alle meine Katzen und Kater mit denen ich züchte und älter als 2 Jahre sind, werden alle 2 Jahre geschallt. Ich glaube nicht, dass es in meinen Linien vorhanden ist, ich stehe immer im Kontakt mit den Züchtern der Vorfahren meiner Kätzchen, aber es ist gut, auch etwas über das kleine Herz meiner Lieblinge zu wissen. Man macht so viele Vorsorgeuntersuchungen und man sollte es nicht auslassen. Nur an dieser Stelle ein kleiner Rat an andere Züchter: Geht immer zu dem gleichen Kardiologen und vergleicht die Referenzdaten mit den Vorschallungen auch innerhalb der Linien, um die Veränderungen zu sehen.
Unser Topmodel in Sache Herz ist unsere Jennifer (7 Jahre).

Bei der Gesundheit meiner Kätzchen habe ich schon einiger Jahre eine gute Unterstützung durch die Tierärzte einer tierärztlichen Praxis für Kleintiere. Sie kennen meine Zucht, all meine Katzen und meine sture züchterische Ansicht zur gesundheitlichen Verpflichtung meiner Kätzchen. Es ist für mich sehr wichtig diese gute Hilfe zu haben.
Aber dennoch kann es einmal vorkommen, trotz aller Vorsorge, dass eines unserer Kätzchen an einer schweren Erkrankung leidet. Es ist dann oft sehr schwer die Ursache zu finden. Oft sind es nur Vermutungen. Für mich ist es aber sehr wichtig davon zu erfahren. Vielleicht kann ich dann auch etwas helfen.

 
Showtime

Ich habe einmal auf der Bühne gestanden mit einem meiner kleinen Lieblinge, als Beste über Alle. Ich war unendlich stolz. Noch schöner fand ich einmal als Publikumsliebling gewählt zu werden. Aber das sind alles nur schöne Momente. Ich bin noch stolzer auf meine Katzen, dass sie eine gute Gesundheit und einen lieben angenehmen Charakter haben.

 
Unsere Zuchtgeschichte, Praxis und Rückblick

Es gibt nichts ermutigenderes als das eine Arbeit,immer wieder einmal mit einem kleinen Erfolg abschließt. Es lässt die viele Arbeit, die Sorgen und Nöte vergessen und gibt neue Kraft nach vorne zu sehen.

Die Überraschung brachte uns das Molekulargenetiklabors Biofocus in Recklinghausen.
Hier erfuhren wir durch unsere Beteiligung an den wissenschaftlichen Untersuchungen des Gen-Tests zur Farbe Chocolate, das unser roter Uccellini die Farbe chocolate hat und cinnamon trägt (Rot deckt jegliche Farbe über). Seine rot-weiße Schwester ist rein schwarz.
Nach dieser Kenntnis wurde er mit Magie (chocolate silber Tabby) verpaart und wir erhielten 2 prächtige Kater Harley und Hunter in lilac tabby ticked und chocolate tabby ticked, letzteren mit einer starken Rufus-Wirkung. Nicht nur das die beiden Showwinner sind, sie zeugten auch prächtigen Nachwuchs. Harley wurde verpaart mit Blackdiamond und die beiden Nachkommen Sunflower (lilac silver ticked) und Shari (silver classic) blieben aus dem Wurf Zuhause. Hunter wurde mit Kiki verpaart, die Tochter von A Nugget's Jennifer. Hier ging es aber um den Linienerhalt, da auch Kiki wieder aus der Zucht genommen werden soll.
Es ist unser Traumpaar, welches wir erst im kommenden Jahr angedacht hatten. Wir werden jetzt noch eine Verpaarung vornehmen mit unserer Wanja (chocolate torbie classic) und erhoffen uns einen noch stärkeren Rufus- Einfluss.

Aber auch war 2005 ein Jahr der Untersuchungen. Nicht nur das in diesem Jahr die Herzuntersuchungen anstanden, auch konnte durch die Möglichkeit seit Anfang des Jahres, bei all unseren Katzen der PKD-DNA Gen-Test durchgeführt werden. Die negativen Ergebnisse geben uns ein wenig Sicherheit in unseren Sorgen um unsere Katzen. Auch wenn unsere Katzen aus alten bekannten Linien kommen, gibt ein Gentest zu diesen PKD- Mutationen eine endgültige, verbindliche Sicherheit.

Unsere silbernen Linien haben sich sehr schön entwickelt. Wir konnten bei der Classic’s das Muster stärken und die letzten Würfe aus dem Classic- Hintergrund zu Spotted zeigten sehr schöne Spotted’s. Tabby-Nachkommen ohne Silber zeigten uns einen neuen Weg auf, den wir in 2006 verstärkt angehen möchten. Es ist ein kleiner Umweg den wir gehen, aber er wird uns in den kommenden Jahren bei unseren Silberlinien helfen. Sehr intensiv hat sich die orange Augenfarbe bei unseren Silbernen gezeigt, aber es zeigen sich auch Hinweise auf einen Einfuß durch Silber. Wir werden wieder Silbertabby’s bekommen in den Farben schwarz, chocolate und lilac im Muster classic und spotted und rote Silberlinge im Ticked Tabby Muster.

In unseren Einfarbigen- und Bicolorlinien hat uns unsere Butty den Überraschungswurf gebracht. Sie hat mit King alles gegeben, was sie von ihren Vorfahren mitbekommen hat. Sie sollte eigentlich aus der Zucht genommen werden, aber wir werden wahrscheinlich diesen Wurf noch einmal wiederholen. Butty bleibt sowieso Zuhause und sie ist nach diesem Wurf förmlich aufgeblüht. Aber auch Alin hat uns wieder ihre lieben prächtigen Blauen geschenkt. Ukuma mit ihrem rot-weiß wird uns zusätzlich im kommenden Jahr Van und Harlekin bringen.

Durch die Feststellung, dass Minou cinnamon trägt und mit Rastaman eine gute Rufus-Wirkung vorhanden ist, wurde unser Interesse für die Farbe cinnamon geweckt. Wir müssen sehen was wir in 2006 schaffen. Auch ein cinnamon in tabby unter starkem Rufuseinfluss muss eine sehr schöne Farbe sein.

Aber viel wichtiger ist uns, die über Generationen entstandenen großartigen, liebevollen Briten mit ihrem sanften Charakter weiter zu fördern, in einem gesunden Umfeld und wir glauben, dass wir hier auf einem sehr schönen Weg sind.

Wir hoffen auf weitere Erkenntnisse bei der Wirkungsweise des Silbers, des Tabbys und Agouti, insbesondere bei den Verdünnungsfarben. Das unterschiedliche Classic- Muster, spotted und ticking in Verbindung mit der Agouti- Wirkungsweise wird uns faszinieren. Wir werden alle veterinärmedizinischen und wissenschaftlichen Programme intensiv verfolgen und soweit wir können unseren Beitrag dazu leisten. Unser besonderes Interesse wird bei den Klärungen um die weiß- Gene und HCM-Mutationen und dem FIP Programm liegen.

 
   
Verweise  
Es gibt oft immer wiederkehrende Diskussionen unter Züchtern und damit ich nicht immer das gleiche Schreiben muss, werde ich meine Erklärungen, als Zwischenlösung, nachfolgend aufführen. Ich werde aber eine andere Lösung finden, weil meine Seiten nur für meine Katzen sind.

Die Genetik unserer Tabby

   

Chocolate und der DNA-Test

DNA-Test (HCM)